Die lange Tradition des chilenischen Weinbaus begann im Jahre 1541, als spanische Eroberer die ersten Reben anpflanzten. Aber erst drei Jahrhunderte später, um 1850 wurden europäische, meist französische Rebsorten angepflanzt, die die Grundlage für den qualitätsbewussten Weinbau in Chile waren. Vor etwa 10 Jahren begann Chile seine Weinbauindustrie zu modernisieren. Seitdem werden moderne und elegante Weine exportiert, die immer mehr vom Insider-Tipp zum Bestseller werden. International bekannte Weinautoren schwärmen von Chiles grossem Potential als Weinland.
So auch Jürgen Mathäß in "Weine aus Chile":"Kaum ein anderes Land erzeugt ähnlich gute Weine zu chilenischen Preisen."
Das Weinbaugebiet liegt zwischen der V. und VIII. Region. Zwischen dem Aconcagua-Tal (ca. 150 km nördlich Santiagos) und Chillán (ca. 400 km südlich Santiagos) herrscht mediterranes Klima, das sich hervorragend für den Traubenanbau eignet.
Bisher ist Chile von der Reblaus verschont geblieben, wodurch die Reben das Glück haben, auf ihren eigenen Wurzeln wachsen zu können und nicht auf aufgepfropften amerikanischen Wurzeln, denen das Insekt nicht schaden kann. Fachleute bewerten dies sehr hoch, da sie davon ausgehen, dass die edlen Rebsorten ihren Charakter verändern, wenn sie sich über "fremde" Wurzeln ernähren müssen. Ausserdem wird durch das Fehlen des Insekts weniger Pflanzenschutzmittel benötigt.
Unterkategorien:
|